Zum Hauptinhalt springen

Zahnärzt:innen aller Kassen und privat

Festsitzende Zahnspangen

Festsitzende Zahnspangen gehören zu den bewährtesten und effektivsten Methoden der Kieferorthopädie. Sie bestehen aus Brackets, die auf die Zähne geklebt werden, und Drähten,die die Zähne kontrolliert in die gewünschte Position bewegen. Brackets wirken wie kleine „Anker“, die eine präzise Zahnbewegung ermöglichen. So werden die beiden Zahnbögen langsam ausgeformt und Unter- und Oberkiefer Schritt für Schritt in die optimale Position zueinander gebracht.

Mann mit einer festsitzenden Zahnspange

Selbstligierende Brackets

Bei selbstligierenden Brackets wird der Draht nicht mit Gummiringen befestigt, sondern durch einen integrierten Verschluss im Bracket gehalten.

Arten von Brackets 

1. Metallbrackets

Metallbrackets sind die klassische und am häufigsten eingesetzte Variante. Sie haben sich seit vielen Jahren in der Praxis bewährt.

Vorteile:
  • Sehr robust und langlebig
  • Hohe Präzision und Kontrolle der Zahnbewegungen
  • Besonders geeignet für komplexe Zahn- und Bissfehlstellungen
  • Oft kürzere Behandlungszeiten im Vergleich zu herausnehmbaren Systemen
Nachteile:
  • Sichtbarer als andere Bracketarten
  • Anfangs können Druckgefühle oder Reizungen von Lippen und Wangen auftreten
  • Erhöhter Aufwand bei der Mundhygiene

2. Keramikbrackets

Keramikbrackets sind zahnfarben oder transparent und daher deutlich unauffälliger. Sie erfüllen die gleiche Funktion wie Metallbrackets, sind aber besonders beliebt bei Jugendlichen und Erwachsenen, die Wert auf eine ästhetische Zahnkorrektur legen.

Vorteile:
  • Sehr ästhetisch und unauffällig
  • Zuverlässige Zahnbewegung wie bei Metallbrackets Gute Stabilität
Nachteile:
  • Etwas größer als Metallbrackets
  • Weniger bruchsicher
  • kostenintensiver

Ablauf der Behandlung 

Eine Behandlung mit fester Zahnspange erfolgt bei uns in mehreren sorgfältig geplanten Schritten. So stellen wir sicher, dass Ihre Behandlung – oder die Ihres Kindes – individuell und gut begleitet abläuft.

Schritt 1

Erstgespräch

Beim ersten Termin führen wir ein persönliches Gespräch. Dabei klären wir:

  • Was Sie oder Ihr Kind stört
  • Ob eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist
  • Welche Behandlungsmöglichkeiten grundsätzlich infrage kommen

Wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden möchten, folgt im nächsten Schritt ein umfassendes Diagnosepaket. Da diese Planung

Schritt 2

Diagnosepaket

Für eine präzise Behandlungsplanung erstellen wir:

  • Fotos (extraoral und intraoral)
  • Intraoralscan der Zähne
  • Panoramaröntgen
  • Fernröntgenbild (FRS)

Auf Grundlage dieser Befunde plane ich die Behandlung individuell – abgestimmt auf Sie oder Ihr Kind.

Schritt 3

Befundbesprechung

Die Ergebnisse und der geplante Behandlungsablauf werden in einem eigenen Termin persönlich oder telefonisch besprochen. Dabei erklären wir:

  • geplante Behandlung
  • voraussichtliche Dauer
  • Mögliche Behandlungsalternativen
  • Kosten und organisatorische Abläufe
Schritt 4

Beklebungstermin

Wenn Sie sich für die Behandlung entscheiden, erfolgt der Beklebungstermin. Dieser dauert etwa 60 Minuten.

Ablauf des Termins:

  • Professionelle Zahnreinigung aller Zähne
  • Vorbereitung der Zahnoberflächen (Ätzen)
  • Anbringen der selbstligierenden Brackets
  • Einsetzen eines superelastischen Drahtes

Falls das Entfernen einzelner Zähne notwendig ist, erfolgt dies – wenn möglich – bevorzugt im Rahmen dieses Termins.

Am Ende erklären wir ausführlich:

  • Wie die Zähne optimal geputzt werden
  • Worauf beim Essen zu achten ist
Schritt 5

Regelmäßige Kontrollen

Während der Behandlung finden Kontrolltermine alle 4–6 Wochen statt. So können wir den Fortschritt überwachen und die Zahnspange gezielt anpassen. 

Sie benötigen eine Beratung?

Ihren Termin vereinbaren Sie unkompliziert telefonisch unter 01 865 77 77 oder über unser Kontaktformular.

Quellen

Papageorgiou SN, et al. Outcomes of comprehensive fixed appliance orthodontic treatment: systematic review. PubMed ID: 29090128